RUMPFSTABILITÄT-
WAS VOR DEN ÜBUNGEN KOMMT
Was du vor den Übungen für Rumpfstabilität unbedingt beachten solltest
Das richtige Maß an Sport un Bewegung ist der entscheidende Faktor, welcher zwischen den Ausrufen „Sport tut gut!“ und „Sport ist Mord!“ unterscheidet. Da fällt es schwer, scheinbar universell gültige Übungen zu verteilen, welche zum Training der Rumpfstabilität beitragen.
Wir werden es dennoch wagen und die nach einem bekannten kanadischen Wissenschaftler benannten McGill’s Big Three HIER vorstellen.
Dabei sei dieser interessante Punkt zu beachten: Eine funktionierende Rumpfstabilität ist nur dann gegeben, wenn sie erstens zum richtigen Zeitpunkt aktiviert wird (die Aufgabe des Nervensystems, dem chiropraktische Justierungen gewidmet sind – mehr dazu HIER) und zweitens genug Kraft in den Muskeln ist, um der Herausforderung gerecht zu werden (Muskelaufbau, also Sport).
Beim Heben deiner Arme sollte beispielsweise erstmal der Rumpf fest werden! Erst muss die Basis des Körpers stabil sein, bevor die Extremitäten sicher bewegt werden können.
Die gesunde Basis der neutralen Wirbelsäule
Ähnlich verhält es sich mit Sport und Übungen: Die Basis muss stimmen, damit man aus Übungen mit Gewinn und nicht mit Verletzungen hervorgeht.
Bevor du dich also in McGill’s Big Three stürzt, übe doch erstmal das Folgende – es mag easypeasy und langweilig erscheinen, aber du wirst dich wundern, wie herausfordernd sich eine saubere Ausführung gestaltet.
Eine Wirbelsäule hat Kurven und ganz unten ist sie im Idealfall so geschwungen, dass der Rücken leicht hohl ist. Das heißt NICHT Hohlkreuz und es heißt NICHT Rundung. Probier ruhig mal aus, wie sich die zwei Extrembewegungen anfühlen – und dann finde die Mitte dazwischen. Das ist deine neutrale Wirbelsäule.
Die Ballonatmung
Jetzt atme mal tief ein – und bemerke, ob sich dabei eher dein Bauch oder dein Brustkorb bewegt. Eine Atmung, welche die Region von Bauch, Rücken, Beckenboden und Zwerchfell (der Rumpf!) wie einen Ballon vergrößert, wirkt sich stabilisierend aus.
Eine neutrale Wirbelsäule und eine runde Atmung in einer konzentrierten Situation wie dieser jetzt gerade zu erreichen, ist schon ziemlich schwierig.
Nun beobachte mal, wie oft du in alltäglichen Bewegungen und Positionen die Neutralität deiner unteren Wirbelsäule zugunsten von Bequemlichkeit gefährdest. Und wie regelmäßig sich dein Atem in Richtung des durch Gedanken bewegten Kopfes entwickelt, statt deine Basis zu stärken. Es mag erschreckend oft sein.
Wir raten dir also zu dieser Reihenfolge, damit dein Sport dir gut tut:
1 – Lerne deine neutrale Wirbelsäule und deinen Atem durch Beobachtung kennen.
2 – Übe hin und wieder, eine neutrale Wirbelsäule und einen runden Atem beizubehalten, während du dich alltäglichen Aufgaben widmest.
3 – Wenn du meinst, ein gutes Gefühl für deine Wirbelsäule und deinen Atem entwickelt zu haben, probier dich an den Big Three.
Viel Freude dabei!
