WIE VOR GERICHT

WIE VOR GERICHT-
WARUM DU FASZIENROLLEN LIEBEVOLL NUTZEN SOLLTEST

Das Dilemma mit den Faszienrollen

Faszientraining mit all seinem Equipment ist derzeit sehr beliebt und auch durchaus hilfreich- auch wir empfehlen hin und wieder den Gebrauch von Faszienrollen oder auch Tennisbällen, um Teile des Körpers tief zu massieren (mehr dazu unten). Problematisch ist aus unserer Sicht nicht etwa, DASS Faszien bearbeitet werden, sondern WIE. Wir wollen an dieser Stelle als Anwälte für die malträtierten Körper dieses Landes einschreiten und fragen: Warum, glaubst du, erlebst du in deinem Körper Schmerz, Anspannung, Unruhe? Ist es die die Unfähigkeit, die Schwäche, die Blödheit deines Körpers, sich den Erwartungen deines Verstandes zu beugen? Oder hat er womöglich recht mit seinen stillen, aber dennoch deutlichen Beschwerden, durch die er verständlich macht: Irgendwas läuft hier gerade nicht rund! Womöglich liegt der Anspannung auch eine mehr oder weniger verzweifelte Strategie deines Körpers zugrunde, ein Defizit auszugleichen…in diesem Fall würde ein unpräzises „Weg-Machen“ sogar für mehr Probleme sorgen.

Innate Intelligence und ihre Implikationen

In der Chiropraktik gehen wir davon aus, dass die Intelligenz, die schon dein Wachstum im Mutterleib begleitet hat, weiterhin in dir wirkt und dafür sorgt, dass dein Körpersystem sich lebendig und dynamisch an deine Lebensumstände anpasst. Diese Intelligenz wird innate intelligence genannt. Wir gehen also davon aus, dass dein Körper immer FÜR dich arbeitet, sein Bestes gibt. Die Intelligenz eines Körpers weiß am besten, was gebraucht wird – besser als der bewusste Verstand. 

Das bedeutet, dass unangenehme Empfindungen wie beispielsweise Verspannungen eben nicht entstehen, weil das dein „schlechtes Bein“ ist oder „mal wieder dein doofer Nacken“ (achte mal darauf, welche Worte du für deinen eigenen Körper verwendest!). Sondern ENTWEDER, weil sie etwas ausdrücken, was du aktuell erlebst und/oder auch als Hinweis dienen, besser für dich zu sorgen (z.B. ständige Angespanntheit als Ausdruck eines Alltags ohne Pausen mit umso mehr Kaffee und Zucker) ODER weil sich ein „alter Stress“ festgesetzt hat, auf den dein System so reagiert, als wäre er noch aktuell (z.B. ständige Angespanntheit, obwohl du gedanklich gelassen und auch sonst ausgewogen lebst) – ersteres ruft nach dir, letzteres ruft nach uns (mehr dazu HIER).

Was kannst du selber tun? Wie können wir dienen?

Wir können unseren Körper mit Wasser und Nährstoffen versorgen und ihn vor Giften schützen. Wir können ihn bewegen, so dass er stark und flexibel bleibt und sich Festgesetztes lösen kann. Wir können ihm Ruhephasen erlauben. Und wir können bewusst entscheiden, mit welchem Gedankengut wir ihn füttern. Denn am Anfang all der unbewussten wie bewussten Entscheidungen steht ein Gedanke – und diesem Gedanken dienen die Zellen des Körpers.

Da, wo Symptom und Alltag nicht zusammen passen wollen, hat sich wahrscheinlich eine Subluxation eingeschlichen. In diesem Fall ist eine Justierung der einfachste Weg, um wieder eine Kongruenz zwischen Leben und Erleben zu schaffen.

Wie nutze ich Faszienrollen richtig?

Wichtig ist, zu verstehen: Dein Körper ist dir wohl gesonnen – also sei du es ihm auch und gehe entsprechend mit ihm um. Arbeite nicht gegen ihn mit einer Intention des Weg-Haben-Wollens, sondern mit ihm auf liebevolle Art. 
 
Faszienbälle eignen sich hervorragend, um Spannung aus Händen und vor allem auch Fußsohlen zu lösen – gerade abends kann das sehr wohltuend sein. Finde das Maß des „Wohlfühlschmerzes“.
 
Faszienrollen kannst du besonders nutzen, um die vorderen und seitlichen Oberschenkel auszurollen – das kann ganz schön schmerzhaft sein. Fang so viel Gewicht mit deinen Armen ab, dass du auch hier ein angemessenes Maß findest. Ein bisschen in die Tiefe gehen darf das Ganze aber schon.
 
Entlang der Wirbelsäule lässt sich auch gut rollen. Das knackt dann auch manchmal sehr schön – und das ist okay. Wunder dich aber nicht, wenn dieses Lösen keine nachhaltige Erlösung bedeutet – echte Blockaden erwischen wir so nicht präzise genug bzw. hängen diese oft in einem größeren Netz, das parallel justiert werden muss, um langfristige Freiheit zu erreichen. Überhaupt gilt: Wenn Verspannungen wiederholt im gleichen Muster auftreten, liegt dem Ganzen wahrscheinlich eine Subluxation zugrunde.