WER SCHWANKT DENN DA?
VON BLINDEN FLECKEN IM GEHIRN
Teste dich selbst!
Diejenigen, welche regelmäßig zu uns kommen, kennen diesen Test nur allzu gut: Du stehst mit beiden Füßen parallel und so nah beieinander wie es dir deine Beinanatomie erlaubt. Nun schließt du die Augen.
Das war’s!
Oder?
Für viele geht es hier in der Tat erst richtig los mit der Action. Beobachte mal, ob sich dein Körper in dieser wackeligen Position bewegt: Vor oder zurück, rechts oder links, einmal im Kreis oder vielleicht sogar so sehr, dass du regelrecht aus den Latschen kippst?!
Das Gehirn sieht den Körper wie eine Landkarte
Du wirst dich wundern, wie viele Menschen in deinem Umfeld sich kaum stabil halten können und sich oft auch extrem unwohl fühlen, wenn du sie diesem Test unterziehst.
Warum ist das so?
Die Erklärung liegt natürlich mal wieder in der wunderbar komplexen Welt des Gehirns begründet.
Vielleicht kannst du dir das Gehirn für diesen Zweck wie einen Koordinator vorstellen, der deinen gesamten Körper als riesengroße Landkarte vor sich liegen hat – mit einer Legende, die über Position, Temperatur, Druck und Bewegung informiert. Und das in Echtzeit Somit wird es dir möglich, sehr komplexe Aktionen zu koordinieren, die über das bloße Stehen mit geschlossenen Augen weit hinaus gehen!
Was passiert bei Überlastung?
Diese sensible Schaltstelle wird bei übermäßigem Stress geschützt. Eine ganz blöde Bewegung auf dem Trampolin, ein furchtbar vollgestopfter Tag und Kopf, ein Abend mit sehr viel Bier und Pizza können zu einer Art Kurzschluss führen, welcher das Körpersystem in dem Moment zwar schützt, aber auf lange Sicht zu einem blinden Fleck auf der Landkarte des Gehirns führt.
So ein blinder Fleck fällt gar nicht auf, solange das Gehirn nicht gefordert ist, Kontrolle über dieses Bereich des Körpers auszuüben oder Information von ihm zu beziehen.
Die Folgen eines blinden Flecks
Das führt zu um so mehr Problemen, wenn der blinde Fleck den sensiblen Bereich der oberen Halswirbelsäule betrifft und wenn sich viele blinde Flecke akkumulieren. Jene Bereiche, die für das Gehirn blind sind, kann es natürlich weder gezielt ansteuern, noch kontrollieren. Das Verletzungsrisiko steigt. Die Körperkoordination lässt nach.
So wie bei unserem simplen, doch informativen Test:
Mit geschlossenen Augen muss das Gehirn auf Informationen von der Landkarte zurückgreifen. Da, wo diese voll gegeben sind, kann es den Körper ohne weiteres ausbalancieren. Fehlt jedoch ein Stück Info, kann dort auch weniger Kontrolle ausgeübt werden – und der Körper schwankt ein bisschen weiter in diese Richtung, bevor das Gehirn der Situation wieder Herr wird.
Für uns ist es immer ein sehr gutes Zeichen, wenn ein Mensch nach einer Justierung ruhig und gelassen vor uns steht. Dann wissen wir, dass wir ein paar blinde Flecke auf der Landkarte des Gehirns wieder mit Leben gefüllt haben.
Und Leben im Gehirn ist so ziemlich das Beste, was man einem Menschen wünschen kann.
Mehr über das Entstehen von Blockaden findest du HIER.
Was eine Justierung für dich tun kann, erfährst du HIER.
Wie du deine Balance weiter testen und vor allem auch trainieren kannst, liest du HIER.