WAS WOLLEN SYMPTOME?
WARUM DEIN KÖRPER IMMER "AUF DEINER SEITE" IST
Wenn dein Körper so intelligent ist- warum tut er dann manchmal weh?
Die gesamte Chiropraktik beginnt mit der Annahme, dass dein Körper intelligent ist. Weder unangenehme Symptome, noch körperliche Anzeichen wie eine schiefe Haltung zeugen also von Schwäche oder Dummheit deines Systems, sondern sind Ausdruck von etwas.
Die große Frage lautet natürlich: Was ist dieses ominöse Etwas? Da gibt es drei Möglichkeiten:
- Symptom und Körperhaltung drücken das aus, was grad in deinem Leben passiert. Extremer Druck bei der Arbeit könnte sich z.B. als Druck im Kopf und gedrückte Haltung präsentieren. Ist das unangenehm? Aber hallo! Ist es fair, dass dein Körper das zeigt, was du erlebst? Schon, oder?
- Symptome können Teil eines Heilungsprozesses sein. Das klassische Beispiel ist das Fieber: Kein erstrebenswerter Zustand für unser Empfinden, aber sehr hilfreich für den Körper.
- Symptome und körperliche Blockaden und Verdrehungen können entstanden sein, weil dein System subluxiert ist. Im Falle einer Subluxation drückt dein Körper nicht etwa das aus, was gerade in deinem Leben passiert- sondern das, was irgendwann in der Vergangenheit mal in deinem Leben passiert ist…
Wie kann die Chiropraktik helfen?
- Dein Körper drückt dein Leben aus – das ist seine natürliche Funktion. Wenn du viel zu (er)tragen hast und das auf deinen Schultern spürst, ist das normal. In diesen Fällen hilft eine Justierung eher indirekt – denn so wirkungsvoll Chiropraktik auch sein kann – dein Leben ändern kann sie nicht. Dennoch kann sie nützlich sein: Sie bringt Bewegung in die Situation und unterstützt dich dabei, neue Entscheidungen zu treffen oder alte Gewohnheiten zu durchbrechen.
- Im Falle eines Heilungsprozesses liegt der Nutzen einer Justierung nicht darin, etwas in Bewegung zu bringen, sondern in dem ursprünglichen Versprechen der Chiropraktik: Das Körpersystem in seiner ganz natürlichen Funktion zu unterstützen. Anders formuliert: Der Heilung etwas Dampf machen.
- Manchmal reagiert dein Körper jedoch nicht auf die Gegenwart, sondern auf Vergangenes- eine Subluxation liegt vor. Wie Gedanken, die um alte Ereignisse kreisen, kann auch dein Körper Stress zeigen, obwohl im Hier und Jetzt alles ruhig ist. Alte Erfahrungen können sich in Form von Verspannungen, Bauchweh oder Kopfschmerzen zeigen, ohne eine im Heute erkennbare Ursache. Hier kann eine Justierung helfen, indem sie dein System unterstützt, diese Erfahrungen endlich zu integrieren.
Was ist denn nochmal eine Subluxation in der Chiropraktik?
Eine Subluxation* entsteht, wenn dein System auf körperlicher oder emotionaler Ebene überfordert wird. Anstatt eines Kollapses begünstigt das (intelligente!) Körpersystem ein Abschalten weniger wichtiger Funktionen.
Das ist so ähnlich, wie wenn eine Sicherung rausfliegt. Im Haushalt fehlt dann in einem Raum der Strom. Das ist besser, als wenn ein Endgerät Schaden nehmen würde. Die Geräte bleiben also intakt, aber der Raum ist dunkel. Wenn niemand sich um die Sicherung kümmert, halten sich alle nun womöglich eher in den anderen Räumen auf. Das ist erstmal nervig, weil es da enger wird, aber irgendwann haben sich alle daran gewöhnt und auch fast vergessen, dass es ja noch ein Zimmer mehr gab. Der dunkle Raum wird übrigens keine Beschwerden verursachen – Probleme entstehen in den überfüllen anderen Zimmern…
Das Wichtigste bei alledem: Dein Körper ist dein Freund! Er zeigt dir entweder, dass etwas Altes noch nicht verarbeitet ist – oder er spiegelt einfühlsam das wider, was du gerade erlebst.
* Das Wort Subluxation ist tief in der chiropraktischen Geschichte verankert und in seiner chiropraktischen Definition nicht mit der medizinischen gleichzusetzen. Selbst in der Welt der Chiropraktik ist der Gebrauch in manchen Kreisen umstritten. Wir finden aber, dass kein anderes Wort bei der Breite des Bedeutungsumfangs mithalten kan
